VERSCHMELZUNG VON ANALOG UND DIGITAL

DREI AUSSERGEWÖHNLICHE ENTSCHEIDUNGSTRÄGER DER INTERNATIONALEN BAUBRANCHE PRÄSENTIEREN IHRE VISIONEN

Die Digitalisierung verändert alle Branchen. Damit unterliegt auch die Welt der Architektur einem tiefgreifenden Wandel. Im Rahmen der Grohe Dialoge „trends, thesen, typologien“ diskutieren wir über Digitalisierung und ihren Einfluss auf die Architektur. Analog und digital verschmelzen und mit ihnen die Beziehungen zwischen Mensch, Maschine und Raum.

Diese Entwicklung verändert nicht nur den Beruf des Architekten, sondern hat auch enorme Auswirkungen auf die Art und Weise, wieGebäude entworfen und genutzt werden. Technologien werden in Zukunft unsere Immobilien und Städte beeinflussen, wenn nicht sogar dominieren. Damit muss sich die Architektur insgesamt neu erfinden. Wer – oder was – wird in 20 Jahren unsere Häuser bauen? Sind die zunehmend digitalen Entwurfs- und Produktionsprozesse eine Chance für Architekten, eine neue Richtung einzuschlagen?

Wir untersuchen, wer die digitale Transformation anführen wird und wer versuchen wird, sie zu verhindern. Drei Hauptakteure der internationalen Baubranche geben Antworten auf Fragen, die uns alle betreffen.

ES REFERIEREN UND DISKUTIEREN:

Herwig Spiegl, Vienna/ Munich

Herwig Spiegl
AllesWirdGut Architecture ZT GmbH

Herwig Spiegl studierte von 1992 bis 1999 Architektur an der Technischen Universität in Wien und studierte zeitgleich Architektur an der McGill Universität in Kanada. Während seines Studiums unterstützte er verschiedene Architekturbüros in Österreich, Deutschland und den Niederlanden. Zusammen mit seinen Partnern gründete er 1999 das Architekturbüro AllesWirdGut. Gleichzeitig begann er ein einjähriges Architekturstudium an der UCL Balett School of Architecture in London und bekam 2003 sein Diplom von der Technischen Universität Wien. 2002 wurde das Büro AllesWirdGut ZT GmbH von Herwig Spiegl und den Partnern Andreas Marth, Friedrich Passler und Christian Waldner gegründet.

Tristan Kobler, Zürich/ Berlin

Tristan Kobler
Holzer Kobler Architekturen GmbH

Tristan Kobler diplomierte 1987 als Architekt an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Im Anschluss war er für knapp 10 Jahre als Szenograf und Kurator am Museum für Gestaltung Zürich tätig. Ab Ende der 1990er Jahre führte er sein eigenes Architektur- und Szenografiebüro Morphing Systems. 2004 gründete Tristan Kobler mit Barbara Holzer das international tätige Architekturbüro Holzer Kobler Architekturen in Zürich, seit 2012 mit einem zweiten Standort in Berlin. Gegenwärtig ist das Büro am Neubau des Felix Platter-Spitals in Basel beteiligt, einem der ersten BIM-basierten Bauprojekte der Schweiz. In Deutschland erarbeitet Tristan Kobler aktuell städteplanerische Konzepte für Industriebrachen in Göttingen und Berlin.

Julian Nida-Rümelin, Pullach

Julian Nida-Rümelin
Professor für Philosophie, Staatsminister a.D.

Julian Nida-Rümelin gehört neben Jürgen Habermas und Peter Sloterdijk zu den renommiertesten Philosophen in Deutschland. Er lehrt Philosophie und Politische Theorie an der LMU München. Er ist Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin, ord. Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und der Akademie für Ethik in der Medizin. Für fünf Jahre (1998-2002) wechselte Nida-Rümelin in die Kulturpolitik, zunächst als Kulturreferent der Landeshauptstadt München, dann als Kulturstaatsminister im ersten Kabinett Schröder. Seine letzten Buchpublikationen: Die Optimierungsfalle - Philosophie einer humanen Ökonomie (2015), Humanistische Reflexionen (2016) und Über Grenzen denken: eine Ethik der Migration (edition Körber, 2017).

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